• Home /
  • IKP-Stelle /
  • Veranstaltungen /
  • 30. März 2022 (19h) - Talkreihe „Ruhr Global“ | Eine Welt – zwei Pandemien | Fatal: Coronas Schatten im Süden Afrikas

30. März 2022 (19h) - Talkreihe „Ruhr Global“ | Eine Welt – zwei Pandemien | Fatal: Coronas Schatten im Süden Afrikas

Das Ruhr Global Netzwerk lädt
zu einer Talkrunde zum Thema
"Eine Welt – zwei Pandemien"
ein
Mittwoch 30. März
19.00Uhr.

Fatal: Coronas Schatten im Süden Afrikas

Corona fordert Todesopfer auf der ganzen Welt. Aber reiche und arme Länder sind auf völlig andere Art gefährdet in dieser Pandemie.

Im Norden besteht eine direkte Gefahr für die Gesundheit. Wirtschaftliche Folgen werden durch staatliche Hilfen und soziale Netzwerke aufgefangen. Die Menschen im Globalen Süden leiden dagegen weit mehr unter den Nebeneffekten der Pandemie. Manche nennen es die „Schattenpandemie“: Die Gesundheitssysteme sind so belastet, dass andere medizinische Versorgung und Vorsorgeuntersuchungen vernachlässigt wurden. Viele Menschen haben zudem ihre Jobs und ihre Einkünfte in der Pandemie verloren, weil die Lieferketten und die Nachfrage zusammenbrachen und bestellte Waren nicht abgenommen wurden. Wie wirkt sich das aus etwa im südlichen Afrika, wo die Jobs im informellen Sektor – wie Marktstände; Reinigungskräfte oder Tourist-Guides – ersatzlos weggefallen sind, die in der Regel für die Haupteinnahmequelle darstellen? Massive Armut, Ernährungskrise, geschlossene Schulen bedrohen das Leben der Menschen in erster Linie. In Ländern wie Kenia oder Sierra Leone verhungern die Menschen eher, als dass sie am Coronavirus sterben.

An diesem Abend teilen in der Ruhr Global-Talkrunde Menschen ihre Expertise zum einen mit Blick auf das große Ganze des Pandemie-Geschehens weltweit, zum anderen geben sie exemplarische Einsichten in die aktuellen Verhältnisse im Süden Afrikas. Sie beleuchten die Frage, wie sich die Pandemie in stark von Kindern und Jugendlichen geprägten Gesellschaften besonders auf Frauen und Mädchen/Kinder auswirkt. Was sind die Folgen für die Bildungschancen (SDG 4) oder die Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5)? Welche Hoffnungen nehmen die Betroffenen der Schattenpandemie vielleicht auch aus den letzten Monaten mit und gibt es inmitten der Misere auch positive Entwicklungen und neue Impulse? Welche strukturellen Veränderungen sind notwendig und wie helfen sich die Menschen selbst mit Kreativität, Ideenreichtum, Mut und Engagement?

Gäste des Abends sind

  • Jessica Bönn. Sie hat zwei Jahre lang in Kapstadt, Südafrika, gelebt. Der von ihr gegründete Verein Capetopia finanziert über ein Solarprojekt Schulgeld für Kinder aus finanzschwachen Familien. Sie kommt gerade von dort zurück und berichtet über ihre Beobachtungen.
  • Bulemu Mutale ist in Binga, Simbabwe, geboren und hat dort bis Anfang 2019 gelebt. Ehrenamtlich engagierte sie sich für die Frauenorganisation „Zubo Trust“, kam als erste Süd-Nord-Freiwillige aus Simbabwe ans Welthaus Bielefeld und macht derzeit eine Ausbildung als Krankenpflegerin. Sie berichtet über die Auswirkungen der Pandemie auf die Frauen im ländlichen Zimbabwe.
  • Jochen Steinhilber leitet das Referat Globale und Europäische Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die internationale Entwicklungsagenda, sozial-ökologische Transformationsprozesse sowie Fragen der globalen Ökonomie.

Den Abend moderiert Kay Bandermann, Wirtschaftsjournalist.

Kostenlose Anmeldung zur Talkrunde online auf Zoom hier.

Livestream auf Youtube hier.

Bildern und Videos #darfev